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  • HAUPTMENÜ
  • INSTRUMENTE:

    ...womit spielen wir da eigentlich...

    Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere Instrumente, deren Einsatz, Besonderheiten und Charakteristiken etwas näher bringen. Wenn Sie sich für weitere, tiefergehende Details interessieren, können Sie uns auch gerne kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

    Bagpipe inventor

    Great Highland Bagpipes (schottischer Hochland-Dudelsack)

    Der große schottische Hochland-Dudelsack (engl. Great Highland Bagpipes, im folgenden GHB abgekürzt) ist die wohl bekannteste und lauteste Bauart des Dudelsacks.
    Der Ursprung des Dudelsacks als solches liegt nicht - wie oft vermutet - in Schottland, sondern vermutlich im orientalen Raum. Dort wurden Instrumente mit analogem Aufbau (allerdings nur mit Windkapseln statt des Luftsacks) gefunden, die auf ca. 2450 v. Chr. datiert wurden. Vermutlich sind die Römer darauf gekommen einen Ledersack als Luftreservoir zu verwenden. Danach begann dann die Reise des Instruments über den gesamten Mittelmeerraum bis nach Schottland - demnach existieren in vielen Ländern auf diesem Weg verschiedenste Arten von Dudelsäcken. Bagpipe
    In Schottland erfuhr der Dudelsack schließlich eine Art Neu-Entwicklung zum ursprünglich militärischen Instrument. Nach langjährigem Kriegseinsatz wurde neben vielen anderen keltischen Traditionen auch das Spielen des GHB durch die Engländer im Jahre 1745 n. Chr. größtenteils verboten. Doch bevor die Kunst des Pipens in Vergessenheit geriet, wurde das Spielen glücklicherweise wieder erlaubt und erfreut sich gerade heutzutage immer größerer Beliebtheit.

    Der GHB ist in seiner Lautstärke während des Spielens nicht regulierbar. Durch unterschiedlich starke Reeds können sich ansonsten baugleiche GHBs in dieser Hinsicht aber marginal bis deutlich unterscheiden. Ebenso ist die grundsätzliche Tonhöhe nur leicht einstellbar.
    Obwohl der GHB nur einen begrenzten Tonumfang hat, können dennoch viele Musikstücke realisiert werden - aber eben nicht alle.


    Drums (Sidedrum, Tenordrum, Bassdrum)

    Charakteristisch für die schottische Dudelsackmusik sind neben den Dudelsäcken vor allem die markanten Trommeln. Sie untergliedern sich in drei Arten: Sidedrum, Tenordrum und Bassdrum.

    Snaredrum

    Die schottische Sidedrum ist eine Art Snaredrum und die klanglich markanteste unter unseren Trommeln. Ihre Spieler bilden zusammen mit der sog. "Mid-Section" (Tenordrummern und Bassdrummern) das sog. "Drumcorps". Die schottische Variante hat wie normale Snaredrums Schnarrseiten unter den Resonanzfellen. Letztere sind hier aber viel stärker gespannt. Daher ist sie im Klang viel höher und knalliger. Durch die wesentlich höhere Fellspannung ist das Instrument selbst viel massiver gebaut (z.B. ein Gußrahmen) als Snaredrums wie sie für Schlagzeuge üblich sind. Auch die Drumsticks sind aufgrund der stärker gespannten Felle (und des damit verbundenen, stärkeren Rebounds) dicker und schwerer ausgelegt. Über die Zeit haben sich auch hier ganz eigene Spielstile und -techniken entwickelt.

    Tenordrum

    Die Tenordrum bildet klanglich das Bindeglied zwischen Sidedrum und Bassdrum. Tonal und rhythmisch ergänzend zwischen Side und Bass fallen die Tenordrummer vor allem wegen des sog. Flourishings auf - dabei werden die an die Hände gebundenen Sticks dynamisch in unterschiedlichsten Figuren durch die Luft gewirbelt. Auch für die "normalen" Schläge ohne Flourishing gibt es verschiedene Schlagfiguren wie z.B. Kreuzschläge u.ä. In klassischen Pipebands werden die Tenordrummer zusammen mit den Bassdrummern als sog. "Mid-Section" bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus der typischen Kreisformation der Piper und Sidedrummer, mit den Bass- und Tenordrummern in der Mitte.

    Bassdrum

    Die Bassdrum bildet den "Herzschlag" des Drumcorps. Sie ist die größte und tiefste der Trommeln. Die spezielle Bauart hat einen sehr hohen Schalldruck. Wie die anderen Trommelarten auch wird sie als Marschtrommel direkt am Körper (in dem Fall vor der Brust) getragen. In erster Linie dient sie für den Rest der Band als Takt- und Geschwindigkeitsgeber, wird aber bei uns auch immer öfter direkt in die Rhythmusmelodien (ähnlich wie Side und Tenor) miteinbezogen. Selten wird auch beim Spielen der Bassdrum Flourishing (siehe Tenordrum) verwendet. Wenn, dann hier aber deutlich weniger ausgeprägt und aufgrund des sperrigeren Instrument räumlich eingeschränkter.


    Weitere Instrumente

    Da wir uns musikalisch ständig weiterentwickeln wollen, benutzen wir auch andere Instrumente. So erreichen wir ein deutlich breiteres klangliches Spektrum und mehr musikalische Abwechslung. Auch sind die "normalen" Pipeband-Instrumente zu einigen Gelegenheiten - speziell in kleinen Räumen - zu laut.
    Mit folgenden weiteren Instrumenten spielen wir bei gegebenem Anlass auch gerne:
    Scottish smallpipes: Eine Abart des Dudelsacks die speziell im 18. und 19. Jahrhundert populär wurde. Sie sind im Vergleich zur GHB deutlich leiser (Zimmerlautstärke) und haben einen tieferen und sanfteren Klang in sog. "romantischer" Intonation (hhere Noten sind lauter als tiefere Noten - beim GHB ist die Intonation genau anders herum).
    Whistles / flutes: Irische Flöten sowie normale Querflöten erzeugen durch den helleren aber trotzdem weichen Klang einen wunderbaren Kontrast zu den tieferen Smallpipes und zusammen mit ihnen ein sehr lebendiges Klangspektrum.
    Bodhrán / Cajón: Der charakteristische Klang der Bodhrán (irische Rahmentrommel) ist vor allem aus der Irish Folk Music bekannt und passt perfekt zu den Klängen der Smallpipes. Die Cajón (Kistentrommel) ist ein aus Peru stammendes Instrument das mit bloßen Händen gespielt wird. Bei uns wird es hauptsächlich als rhythmische Hintergrunduntermalung genutzt und unterstützt die Bodhrán.